10. Oktober 2026
Mit einer rundum gelungenen Ankneipe ist die Frankonia Czernowitz am 10. Oktober in das Wintersemester 2026/27 gestartet. Zahlreiche Bundesbrüder aus nah und fern fanden den Weg auf das Haus. Besonders erfreulich war, dass auch viele Bundesbrüder der Einladung gefolgt waren, die schon längere Zeit nicht mehr auf dem Haus gewesen waren. Zusammen mit den Aktiven, Inaktiven, Alten Herren und Gästen aus befreundeten Verbindungen wurde es ein Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Mehr als 50 Gäste wurden gezählt. Rekordverdächtig.
Das AH Chargenkabinett und das Aktivenchargenkabinett hatten sich im Vorfeld Gedanken gemacht, wie sich rund um die Ankneipe zusätzliche Anreize für einen Besuch auf dem Haus schaffen lassen. Neben dem eigentlichen Kneipabend sollte auch der persönliche Austausch nicht zu kurz kommen. Dass dieses Konzept aufging, zeigte sich bereits am Nachmittag.
Ein Bundesbruder als Bürgermeister
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch unseres Bundesbruders Paul-Bernhard Wagner, der seit dem Frühjahr Bürgermeister der Stadt Naila ist. Er berichtete von seinem Studium der Politikwissenschaften, seinem beruflichen Werdegang und schließlich von seinem Weg ins Bürgermeisteramt.

Dabei sprach er auch offen über die Herausforderungen, die dieses Amt mit sich bringt. Die Sanierung des Freibads ist nur eines von vielen Vorhaben, bei denen gute Ideen auf begrenzte finanzielle Mittel treffen. Der Vortrag machte deutlich, wie anspruchsvoll es ist, die Interessen einer Stadt mit den tatsächlichen Möglichkeiten ihrer Verwaltung in Einklang zu bringen.
Der Beitrag war kurzweilig und bot reichlich Gesprächsstoff. Zahlreiche Fragen aus der Runde führten zu einem lebhaften Austausch und ermöglichten einen interessanten Einblick in den Alltag eines Bürgermeisters. Für diesen persönlichen Bericht und die Zeit, die er sich für seine Bundesbrüder genommen hat, gilt Paul-Bernhard Wagner unser herzlicher Dank.
Eine Brotzeit, die sich sehen lassen konnte
Im Anschluss wartete eine deftige Brotzeit auf die Anwesenden. Bundesbruder Lukas Werner Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft hatte die Verpflegung organisiert und dabei eine ausgezeichnete Auswahl getroffen. Dank seiner guten Kontakte zum regionalen Handwerk war für das leibliche Wohl bestens gesorgt.
Bei gutem Essen und angeregten Gesprächen verging die Zeit wie im Flug. Für viele war dies eine willkommene Gelegenheit, sich nach längerer Zeit wieder einmal persönlich auszutauschen, bevor am Abend die Kneipe begann. Auch Bundesbruder Lukas Werner sei für seinen Einsatz herzlich gedankt.
Volles Haus und eine stimmungsvolle Kneipe
Kurz nach 19:30 Uhr begann die Kneipe unter der Leitung unseres Seniors Marcelo Augusto Albornoz Rodríguez. Der Kneipsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben zahlreichen Alten Herren waren Aktive und Inaktive erschienen. Auch Cartellbrüder aus befreundeten Verbindungen, darunter die Fredericia Bamberg, waren vertreten. Drei Damen begleiteten ebenfalls den Abend.

Die Kneipe verlief in ausgezeichneter Stimmung. Der Senior führte souverän durch den Abend, die Liedauswahl traf den Geschmack der Anwesenden und der Männerchor war nicht zu überhören. Bei aller Ausgelassenheit kam auch die Disziplin nicht zu kurz. Es war schön zu sehen, wie selbstverständlich die verschiedenen Generationen der Frankonia miteinander kneipten und wie gut sich auch die Gäste in die Runde einfügten. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom hervorragenden Bierorgler, unserem Bundesbruder Manuel Höppner. Auch ihm gilt unser Dank für seinen Einsatz!
Gerade die große Zahl der Teilnehmer machte diesen Abend besonders. Es waren nicht nur die üblichen Verdächtigen auf dem Haus, sondern auch viele Bundesbrüder, die man dort schon länger nicht mehr gesehen hatte. Ihre Anwesenheit hat uns besonders gefreut. Sie zeigt, dass die Verbundenheit mit der Frankonia nicht davon abhängt, wie oft jemand auf dem Haus ist. Auch wer durch Beruf, Familie oder andere Verpflichtungen nur selten den Weg nach Erlangen findet, fühlt sich seiner Verbindung weiterhin eng verbunden.
Wir hoffen, dass solche Abende dazu beitragen, diese Verbundenheit wieder stärker in den Alltag zu bringen. Wer einmal erlebt hat, wie viel Freude ein Wiedersehen auf dem Haus bereiten kann, findet vielleicht auch künftig wieder häufiger den Weg zu uns. Denn die Frankonia lebt davon, dass ihre Bundesbrüder den Kontakt zueinander halten und die Verbindung nicht nur in guter Erinnerung behalten, sondern aktiv mitgestalten.
Ein Inoffiz, wie man ihn sich wünscht
Nach dem hochoffiziellen und offiziellen Teil ging es ohne längere Pause in den Inoffiz. Und dieser hatte es in sich. Es wurde noch lange gesungen, gelacht und gefeiert. Mit Biermimiken, wiederentdeckten Liedern in Frankonenfassung und vielen bekannten Gesängen kam eine Stimmung auf, die man auf dem Haus gerne öfter erleben möchte.
Ein Anliegen des AH Chargenkabinetts ist es, den Inoffiz der Frankonenkneipe wieder stärker zu pflegen und an frühere Zeiten anzuknüpfen. Der Abend hat gezeigt, dass dafür keineswegs viel Überzeugungsarbeit nötig ist, wenn die richtigen Leute zusammenkommen und die Freude am gemeinsamen Kneipen spürbar wird. Manche Lieder waren längst nicht mehr jedem geläufig, andere wurden mit sichtlicher Begeisterung wieder aufgenommen. So entwickelte sich ein langer Inoffiz, der den Abend auf die passende Weise abrundete.

Am Ende waren sich viele der Anwesenden einig, dass es schon lange keine so schöne Kneipe mehr auf dem Haus gegeben hatte. Das lag nicht allein am voll besetzten Kneipsaal oder an der guten Stimmung. Entscheidend war vielmehr, dass so viele Bundesbrüder zusammengekommen waren, von denen sich einige lange nicht mehr gesehen hatten. Genau solche Begegnungen machen das Verbindungsleben aus.
Ein ganz besonderer Dank geht an Bundesbruder Jochen Muth v/o Onkel Wissmann, der mit einer großzügigen Bierspende die Keilarbeit der Verbindung unterstützt.
Die Frankonia lebt von ihren Bundesbrüdern
Die Ankneipe war ein gelungener Start in das Wintersemester 2026/27. Das AH Chargenkabinett möchte die Kneipkultur der Frankonia auch künftig fördern und dafür sorgen, dass das Haus ein Ort bleibt, an dem sich Bundesbrüder gerne treffen. Die Kneipe ist schließlich mehr als die Pflege studentischer Traditionen. Sie ist ein Ausdruck unserer Amicitia und bietet die Gelegenheit, Freundschaften über das Studium hinaus zu erhalten.
Besonders das Wiedersehen mit Bundesbrüdern, die schon länger nicht mehr auf dem Haus waren, hat uns gezeigt, wie viel Potenzial in solchen Veranstaltungen steckt. Wir würden uns freuen, wenn aus diesem gelungenen Abend der eine oder andere regelmäßige Hausbesuch entsteht. Die Türen stehen offen, und es braucht oft nicht viel mehr als einen Anlass, um alte Bekanntschaften wieder aufleben zu lassen.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Ankneipe mitgewirkt haben, insbesondere den beiden Chargenkabinetten sowie unseren Bundesbrüdern Paul-Bernhard Wagner, Lukas Werner und Jochen Muth. Ebenso danken wir allen Bundesbrüdern und Gästen, die diesen Abend durch ihre Anwesenheit bereichert haben.
Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen und hoffen, möglichst viele von euch bald wieder auf dem Haus begrüßen zu dürfen. Merkt euch die nächsten Termine vor und nutzt die Gelegenheit, wieder einmal bei eurer Frankonia vorbeizuschauen.
Am 1. November findet die nächste Kneipe statt, eine Trauerkneipe. Auch diese Kneipen gehören zu unserer Tradition und zur Amicitia. Wir würden uns sehr darüber freuen möglichst viele Bundesbrüder auf dem Haus begrüßen zu dürfen, um unserer verstorbenen Bundesbrüder zu gedenken.
Vivat, crescat, floreat Frankonia Czernowitz!
Igor Dimitrijoski FcC! AHxxx