Frankonen-Journal No. 30
Trauerparte für Bbr. Prof. Dr. rer. nat. Heinz Wilsch v. Fips
Dass Bbr. Heinz Wilsch v. Fips schwer erkrankt ist, war schon länger bekannt. So kam die Nachricht von seinem Tod nicht ganz unerwartet.
Wen wundert es, dass ihn aus dem jüngeren Kreis unserer Verbindung kaum jemand kennt. Denn seinem Rezeptionsdatum nach müssen wir weit zurückgehen, bis in die Zeit der Wiederbegründung unserer Frankonia in Erlangen, in das Jahr 1957.
Über diese Zeit schreibt Bbr. Arno Körber in seiner Festschrift »70 Jahre Frankonia« (1961): »Im Herbst 1956 bezog Frankonia ein neues Heim im Stadtzentrum, einem großen, gewölbten Nebenraum der Gaststätte „Goldenes Herz“ in der Weiße Herz Str. 8. Dort begann nun ein sehr intensives Verbindungsleben mit gemeinsamem Mittagessen und tägliche Treffen im Heim.«
Und genau zu dieser Zeit, am 27. November 1957, wurde unser verstorbener Bundesbruder rezipiert. Die Zeit war günstig für unsere junge Verbindung, denn sehr rasch konnten immer mehr Frankonen rezipiert werden. Den Erzählungen nach müssen es „wilde Jahre“ in der Weißen Herz Straße gewesen sein.
Sein Leibbursch war Bbr. Wilfried Pacher v. Pilo. Später wurde Bbr. Wilsch sogar sein Schwager, als er Lotte, die Schwester seiner Frau, heiratete. Sie praktizierte als Hautärztin in Erlangen und verstarb 2017.
Bbr. Fips begann das Studium der Physik an unserer Friedrich-Alexander Universität, promovierte, wurde hier ordentlicher Professor am altehrwürdigen Physikalischen Institut in der Glückstraße, forschte und lehrte dort bis zu seinem Ruhestand.
Erst kürzlich erzählte mir ein Bundesbruder, dass er von Bbr. Fips mit großem Erfolg auf sein Vorphysikum vorbereitet wurde. Bbr. Ludwig Röhrer führte er 1990 als Doktorvater zu seiner Promotion zum Doktor der Physik.
Die Jahren seines Ruhestandes verbrachte er im Kreise seiner Familie in Uttenreuth. Nach einer schweren Krankheit verstarb er am 05. Mai 2026 im Seniorenhaus St. Martin in Baiersdorf.
Auch wenn ihn die jüngeren Bundesbrüder nicht mehr persönlich kennenlernen durften, gibt es doch etliche ältere unter uns, die eine lange Zeit mit ihm verbracht haben. Von ihnen wissen wir, dass er gerade in den Anfangsjahren unserer Erlanger Frankonia ein treuer Frankone war.
Und so wollen wir Ihn weiterhin in bester Erinnerung halten. Dafür verdient er von seiner Frankonia-Czernowitz ein von Herzen kommendes Danke. Unser Beileid gebührt seiner Familie.
»Requiescat in pace«
(Bbr. Peter Landendörfer v. Dandy)



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