Ubi sunt, qui ante nos ?

Verstorbene Bundesbrüder 2019 – 2021 

Autor: Helmut Gritzbach v/o Caligula AHx

Liebe Bundesbrüder,

zu den wohl traurigsten Aufgaben eines Altherrenseniors gehört es, die Verbindung über den Tod eines Bundesbruders zu informieren. Wenn man die Nachricht von einem Sterbefall erhält, werden ganz oft Erinnerungen wach an besondere Ereignisse und schöne Stunden, die man mit dem Verstorbenen durchleben durfte. Manchmal mischt sich aber auch ein bisschen Wehmut in die Erinnerung, weil wir in der Hektik unserer Zeit den Kontakt haben abreißen lassen oder die Möglichkeit eines Treffens verstreichen ließen.

Seit dem Letzten Stiftungsfest vor nun mehr zwei Jahren, sind 12 Bundesbrüder von uns gegangen. Ich darf die Namen der Bundesbrüder an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung bringen:

Peter Czellnik v/o Pipe                                 verstorben am 29.07.2019

Michael Zimmer v/o Mike                                 verstorben am 09.08.2019

Dr. Erich Weil v/o Zwurg                              verstorben am 19.08.2019

Dr. Helmut Franz                                                  verstorben am 15.04.2020

Franz Hikade v/o Poldi                                verstorben am 11.07.2020

Bandinhaber Dr. Helmut Reichel                       verstorben im Sommer 2020

Paul Blank                                                            verstorben am 31.10.2020

Dr. Hans Ludwig Kläser v/o Cäsar                      verstorben am 02.11.2020

Arno Körber                                                         verstorben am 12.12.2020

Lothar Stang v/o Bullo                                verstorben am 15.01.2021

Dr. Hans Pechheim v/o Sepp                            verstorben am 26.04.2021

Wolfgang Teschner v/o Fuzzy 2                         verstorben am 01.06.2021

Dr. Christoph Maier                                              verstorben am 14.07.2021

Jeder dieser Bundesbrüder hinterlässt eine Lücke in unseren Reihen. Wir sollten jedoch die besonderen Momente mit ihnen und das was sie für unsere Frankonia geleistet haben, in unserem Gedächtnis behalten.

Bbr. Arno Körber

All diese Bundesbrüder hatten auf die eine oder andere Weise zum Verbindungsleben von Frankonia ihren Beitrag geleistet und verdienen es gewürdigt zu werden. Ohne ihre Verdienste, Leistungen und ihre Beliebtheit schmälern zu wollen, scheint es jedoch angemessen, noch einmal gesondert an unseren verstorbenen Bundesbruder und langjährigen Altherrnsenior Arno Körber zu erinnern, der wie kaum ein zweiter die Verbindung nach der Wiederbegründung in Erlangen geprägt hat.

November 1951: Publikation der neu gegründeten KDStV Frankonia-Czernowitz zu Erlangen 

Beim ersten großen Nachkriegstreffen der heimatvertriebenen Czernowitzer Frankonen, im Mai 1951 in München, wurde aus Anlass des 60. Stiftungsfestes beschlossen, eine Wiederbegründung in Deutschland zu versuchen. Ein glücklicher Umstand wollte es, dass damals gleichzeitig eine Gruppe von aktiven CVern eine zweite Verbindung in Erlangen gründen wollte. Es kam zu Verhandlungen zwischen der Altherrenschaft Frankoniae unter Führung von Altherrensenior Dr. Hans Watzlawek und dem Senior der neugegründeten, noch namenlosen 2. CV-Verbindung in Erlangen, dem Fredericen Norbert Amlinger. 

Arno Körber prägte Frankonia wie kaum ein zweiter

Als Bundesbruder Arno Körber am 04.12.1953 rezipiert wurde, gab es die wiederbegründete Verbindung gerade einmal zwei Jahre in Erlangen. Eine schwere Zeit ohne eigenes Haus und auf der Suche nach einem eigenen Verbindungsprofil. Arno Körber hat in dieser Zeit das Verbindungsleben als Senior, als Fuchsmajor und erneut als Senior mitgeprägt. Nach seiner Philistrierung übernahm er das Amt des Altherren XX, 1964 wurde er Nachfolger von Dr. Watzlawek als Altherrensenior.

Er agierte in diesem Amt mit viel Umsicht, klaren Denkstrukturen und war immer auf die Einhaltung des Comments und die Regeln der Geschäftsordnung bedacht. Durch seine Persönlichkeit hat er nicht nur die Aktiven in ihrem Amt unterstützt, sondern auch der Verbindung eine dauerhafte Struktur gegeben. Wegen seiner präzisen analytischen Durchdringung von Zusammenhängen war er immer ein hilfreicher und angenehmer Gesprächspartner. Nicht zuletzt als Autor der Verbindungsgeschichte von Frankonia- Czernowitz zum 70. Jahr ihres Bestehens hat er sich große Verdienste erworben.* Bis Ende der 70er Jahre leitete er den Altherrnverband, bis es ihn aus beruflichen Gründen nach München verschlug, wo er zuletzt Leiter der Siemens Patentabteilung war.

Lieber Bundesbruder Arno, liebe Bundesbrüder der Frankonia-Czernowitz, ruhet in Frieden!

* Arno Körber (1961) 70 Jahre Frankonia. Ein Beitrag zur Geschichte der K.D.St.V. Frankonia-Czernowitz zu Erlangen im CV