Frankonia-Czernowitz geht digital

Autor: Nicolas Prei├č v/o Schliersee und Peter Landend├Ârfer v/o Dandy

Digitalisierung des Verbindungslebens

Seit Beginn der Coronapandemie 2020 hat sich einiges in unserer Gesellschaft ge├Ąndert. Ein Zusammentreffen zu zweit oder in Gruppen war schlagartig nicht mehr m├Âglich. Was auf der einen Seite als Schaden mit Langzeitwirkung erkannt wurde, hat auf der anderen Seite bislang nicht genutzte M├Âglichkeiten des gesellschaftlichen Miteinanders neu belebt. Der digitale Fortschritt erlaubt es auch einer Couleurverbindung, auf alle M├Âglichkeiten der Video├╝bertragung auszuweichen. 

Ich kann mich noch gut erinnern als ich f├╝r die Verbindung eine erste Zoom-Lizenz besorgt und den ersten Konvent am Discord abgehalten habe. Zugegeben f├╝r uns alle war das eine enorme Umgew├Âhnung – aber sie wurde angenommen. Sogar einige schon lang verschollene Bundesbr├╝der waren G├Ąste beim erster ┬╗Stammtisch in Zoom┬ź.

OnlineKneipe

Stammtisch in Zoom

Auch f├╝r die Kneipe an Stelle des Stiftungsfests im Sommersemester 2020 hatten sich mehr als 25 Bundesbr├╝der von daheim zugeschalten. Mittlerweile sind wir nicht mehr auf Zoom angewiesen, denn wir k├Ânnen Veranstaltungen wieder vor Ort und in Person abhalten. 

Es waren Alte Herren, welche von dieser digitalen Form der Partizipation und Kommunikation unter Bundesbr├╝dern tief beeindruckt waren und es pl├Âtzlich sch├Ątzen lernten, quasi vom heimischen Sofa aus via Zoom an einer Kneipe teilzunehmen. Aus diesem Grund kam es zum Beschluss, das Angebot der ┬╗digitalen Veranstaltung┬ź auch in den kommenden Semestern weiterzuf├╝hren. Die Realit├Ąt gab uns Recht: ob am Thomastag oder bei der Abkneipe, einige Bundesbr├╝der waren online immer dabei.  Dabei spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, wie viele Bundesbr├╝der sich zuschalten. Das Angebot hat seinen Zweck auch dann schon erf├╝llt, wenn sich auch nur ein einzelner Bundesbruder zuschaltet. 

Um das Ganze zu perfektionieren und in Zukunft noch mehr Alte Herren f├╝r dieses Angebot zu begeistern, wird ab dem neuen Semester f├╝r alle Interessierten eine umfassende Anleitung f├╝r die Video├╝bertragung mit Zoom bereitgestellt. Damit sollte sichergestellt sein, dass auch der digital nicht so bewanderte Bundesbruder keine Kneipe mehr verpassen muss.

Verbindungsnachrichten in der Frankonen-Cloud

Damit aber noch nicht genug. Viele ├Ąltere Bundesbr├╝der erinnern sich an die Zeiten, als nach jedem Semester eine neue Ausgabe ┬╗Frankonenbrief┬ź ins Haus kam.┬á

Die leidgepr├╝ften Chargen mussten teils von zuhause aus den verdienten Semesterferien heraus ihre Redaktionssitzungen planen, um ├╝ber Druckerei und T├╝tenkleben die neue Nummer zum allerletzten Termin zur Post zu bringen. 

Nicht, weil sie als noch r├╝stige Rentner ein solcherart verhasstes Revival an Geist- und Knochenarbeit herbeisehnten, machten sich die Bundesbr├╝der Peter Landend├Ârfer v/o Dandy und Frank H. Mader v/o Banjo Gedanken, wie man das Verbindungsleben in der heutigen digitalen Welt neu beleben kann. Die Idee mit der Frankonen-Cloud war geboren. Noch arg verbesserungsw├╝rdig pr├Ąsentierte sich die Pilotplattform.

Sichtung des Archiv-Bestands

Bei einem ersten Kontakt auf dem Haus zusammen mit dem amtierenden Senior Nicholas Preis v/o Schliersee waren sich alle schnell schl├╝ssig, bei dieser Gelegenheit auch gleich eine Sichtung und Sicherung des ┬╗Frankonen-Archivs┬ź auf dem zugigen Dachboden unseres Frankonenhauses durchzuf├╝hren. Es l├Ąsst sich nicht ann├Ąhernd realistisch beschreiben, welche ÔÇ×Sch├ĄtzeÔÇť des Verbindungslebens in einem unglaublichen Chaos in den zwei Stahlschr├Ąnken vorgefunden wurden.

Dies war spontan Anlass genug, dass sich Bbr. Frank H Mader v/o Banjo bereiterkl├Ąrte, die beiden Schr├Ąnke durchzuarbeiten, die Archivalien und Fotos zu repertorisieren und vor allem so zu digitalisieren, dass in Zukunft jeder unserer Bundesbr├╝der ├╝ber einen eigenen digitalen Schl├╝ssel einen Zugang zum Archiv hat. Die originalen Archivalien und Fotos selbst bleiben k├╝nftig geordnet und sicher verwahrt in der Letztverantwortung des amtierenden Semester-Seniors, sowie Altherrnseniors.

Man sollte es nicht glauben, welche alten Freundschaften und Kontakte auf einen ersten Aufruf von Bbr. Frank H Mader v/o Banjo neu aufgebl├╝ht sind, welche F├╝lle an alten Korrespondenzen, Fotos, fehlenden Nummern von ┬╗Frankonenbriefen┬ź den Weg zur├╝ck ins Archiv gefunden haben! Die ersten Ergebnisse dieser Neuentdeckung unseres Verbindungsarchivs werden in dieser Ausgabe ver├Âffentlicht.

Digitales Frankonenarchiv

Zus├Ątzlich haben wir vor, ein ┬╗Digitales Frankonen-Archiv┬ź zu gr├╝nden, das von allen Bundesbr├╝dern im internen Bereich unserer Homepage einsehbar ist. Mit einem einfachen Login hat jeder Bundesbruder von ├╝berall den vollst├Ąndigen Zugriff auf unser Verbindungsarchiv. Freilich ist ein solches Vorhaben nicht nur mit viel Zeitaufwand verbunden, sondern auch mit gewaltigen Kosten. In einem weiteren Schritt soll jeder Bundesbruder die M├Âglichkeit haben, selber Beitr├Ąge zu erstellen und diese hochzuladen. Auf diese Weise k├Ânnte unser eignes ┬╗Frankonen-Social-Media┬ź entstehen. Wir bitten um Verst├Ąndnis, dass das Zeit und Arbeit kostet und nicht alles auf die Schnelle erledigt ist. Dabei ist ist die Aktivit├Ąt eines jeden Einzelnen gefragt, damit es mit Leben gef├╝llt wird und nicht wieder einschl├Ąft.